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Infektionsschutz bei der Schülerbeförderung sicherstellen

Mit dem Schulstart am 12. August sind die Busse und Bahnen im Kreis Höxter wieder voller geworden. „Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie führt das Gedränge bei Eltern zu besonderer Verunsicherung. Dafür habe ich großes Verständnis“, sagt die Leiterin der Abteilung Schule und Kultur beim Kreis Höxter, Gabriele Böker.

Um über Verbesserungen bei der Schülerbeförderung zu beraten, trafen sich auf Einladung des Kreises Höxter Vertreter der öffentlichen Schulträger und des Nahverkehrsverbundes Paderborn/Höxter (nph). „Ziel ist es, gemeinsam für Entlastung zu sorgen“, so Böker.

Immer wieder erreichten den Kreis Höxter und die zehn Städte als Schulträger besorgte Anfragen, wie in vollen Bussen und Bahnen der Infektionsschutz sichergestellt werde. „Im öffentlichen Nahverkehr, wo ausreichende Abstände nicht immer eingehalten werden können, gilt auf Anordnung des Landes NRW nur die Maskenpflicht und kein Abstandsgebot“, erklärt Krisenstabsleiter Kämpfer.

Bei dem Treffen der Schulträger und des nph im Rathaus in Borgentreich war man sich jedoch einig, dass auf Linien, die besonders überlastet sind, zusätzliche Busse für die Schülerbeförderung eingesetzt werden. Voraussetzung ist, dass zusätzliche Busse und Fahrer verfügbar sind. „In einem flächengroßen Kreis wie dem Kreis Höxter können nicht auf allen Nahverkehrslinien zusätzliche Busse für die Schülerbeförderung eingesetzt werden“, bittet der stellvertretende nph-Geschäftsführer, Stefan Atorf, um Verständnis für machbare Lösungen. Maßnahmen zur Entlastung würden gezielt auf einzelnen Linien erfolgen. 

Die meisten Schülerinnen und Schüler im Kreis Höxter fahren mit regulären Linienbussen und Bahnen des öffentlichen Personennahverkehrs zur Schule. Durch die anhaltende Corona-Pandemie bestehe derzeit jedoch ein besonderer Druck, schnellstmöglich für Entlastung zu sorgen. „Der nph wird umgehend koordinierend eine Bedarfsanalyse für das Kreisgebiet erstellen und diese dann Anfang kommender Woche mit den kommunalen Schulverwaltungsämtern beraten“, erläutert Atorf das weitere Vorgehen. Derzeit werde analysiert, auf welchen Strecken die Kapazitäten an Sitz- und Stehplätzen in den eingesetzten Bussen nicht ausreichen. Bis zum Ende der nächsten Woche werden die Schulämter und der nph gemeinsam festlegen, wo zusätzliche Schulbusse eingesetzt werden sollen.

Erst am Ende der Sommerferien hatte das Land NRW angekündigt, Fördermittel für zusätzliche Möglichkeiten der Schülerbeförderung bereitzustellen. Für die Schultage bis zu den Herbstferien würden hierfür, so das NRW-Verkehrsministerium, landesweit 13,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Bei dem Treffen der öffentlichen Schulträger und des nph bestand Einigkeit, diese Fördermittel für zusätzliche Kapazitäten in der Schülerbeförderung im Kreis Höxter zu nutzen. Heute hat der NRW-Verkehrsminister bekannt gegeben, dass die Richtlinien für die geplante Förderung von Mehrausgaben für zusätzlich eingesetzte Fahrzeuge jetzt in Kraft getreten sind.